Kurz-Fakten
- Dauer eines Zyklus: normalerweise 90 bis 110 Minuten
- Bei 8 Stunden Schlaf sind es etwa 5 Zyklen
- Die zweite Phase, leichter Schlaf, nimmt etwa die Hälfte eines Zyklus ein
- Tiefschlaf tritt vor allem in der ersten Nachthälfte auf, die REM-Phasen werden gegen Morgen länger
- Kurzes Aufwachen in der Nacht ist normal und bleibt meist unbemerkt
Einordnung
Die Phasen eines Zyklus
Jeder Zyklus beginnt mit der Einschlafphase. Der Schlaf ist hier sehr leicht, das Bewusstsein wechselt zwischen Wachsein und Schlafen, und man wird mühelos wieder wach. In der zweiten Phase, dem leichten Schlaf, werden die Gehirnfunktionen langsamer. Es folgt der Tiefschlaf: Die Muskulatur ist entspannt, Blutdruck, Atem- und Herzfrequenz sind niedrig, und man lässt sich nur schwer wecken. Den Abschluss bildet der REM-Schlaf, in dem die lebhaftesten Träume stattfinden. Danach beginnt der nächste Zyklus. Fachleute fassen die ersten drei Phasen als Non-REM-Schlaf zusammen und bezeichnen sie als N1 bis N3.
Warum sich die Zyklen einer Nacht unterscheiden
Die Zyklen einer Nacht gleichen sich nicht. Tiefschlaf tritt vor allem in der ersten Nachthälfte auf; im Lauf der Nacht werden die Tiefschlafphasen kürzer und die REM-Phasen länger. Kurzes Aufwachen gehört dazu und kommt die ganze Nacht über vor, meist ohne dass man sich später daran erinnert. Manche Menschen werden am Ende eines Zyklus ganz oder fast wach, andere schlafen bis zum Morgen durch.
Lässt sich die Weckzeit nach Zyklen planen?
Es liegt nahe, den Wecker auf das Ende eines Zyklus zu stellen. Genau berechnen lässt sich dieser Zeitpunkt aber nicht: Je nach Quelle dauert ein Zyklus 90 bis 110 oder 90 bis 120 Minuten, und die Zyklen verändern sich über die Nacht. Gut belegt ist dagegen, dass Schlafmangel und Aufwachen in der biologischen Nacht die Schlaftrunkenheit verstärken; welche Rolle die Schlafphase beim Wecken spielt, ist weniger klar.
In der Weckzentrale
Die Weckzentrale misst keinen Schlaf, erkennt keine Schlafphasen und weckt nicht in einem „intelligenten“ Zeitfenster. Sie klingelt genau zu der Uhrzeit, die du einstellst. Wer seine Bettzeit grob nach Zyklen planen möchte, findet dafür den Schlafrechner; was die App selbst bietet, zeigt die Übersicht der Funktionen.