Kurz-Fakten
- REM steht für Rapid Eye Movement, schnelle Augenbewegungen
- Anteil bei Erwachsenen: etwa 20 bis 25 Prozent der Schlafzeit
- Eine REM-Phase schließt meist einen Schlafzyklus ab
- Im Lauf der Nacht werden die REM-Phasen länger
- Ab etwa 60 Jahren nimmt der REM-Schlaf etwas ab
Einordnung
REM- und Non-REM-Schlaf
Schlaf besteht aus zwei Hauptarten. Der Non-REM-Schlaf umfasst Einschlafphase, leichten Schlaf und Tiefschlaf und macht bei Erwachsenen laut MSD Manual etwa 75 bis 80 Prozent der Schlafzeit aus. Auf den REM-Schlaf entfallen also rund 20 bis 25 Prozent. In ihm ist die elektrische Aktivität des Gehirns außergewöhnlich hoch und erinnert in mancher Hinsicht an den Wachzustand; er wird auch paradoxer Schlaf genannt. Atemfrequenz und Atemtiefe nehmen zu. Manche Muskeln sind so gelähmt, dass bewusste Bewegungen nicht möglich sind, einzelne können aber unwillkürlich zucken.
Wann in der Nacht REM-Schlaf stattfindet
Eine REM-Phase folgt meist auf die drei Phasen des Non-REM-Schlafs und schließt damit einen Schlafzyklus ab. Zu Beginn der Nacht sind die REM-Phasen kurz. Danach werden sie länger und häufiger, während die Tiefschlafphasen kürzer werden, sodass der REM-Anteil gegen Morgen höher ist als am Anfang der Nacht. Schlafwandeln und Sprechen im Schlaf gehören dagegen nicht zum REM-Schlaf, sondern zum Tiefschlaf.
REM-Schlaf im Lauf des Lebens
Wie lang die REM-Phasen sind, ändert sich mit dem Alter. Zwischen 5 und 19 Jahren werden sie allmählich länger, danach bleiben sie bis etwa zum 60. Lebensjahr einigermaßen stabil; ab 60 nimmt der Traumschlaf etwas ab. Altersbedingte Veränderungen des Schlafs weisen für sich allein meist nicht auf eine Schlafstörung hin. Beeinträchtigen Schlafprobleme aber tagsüber die Leistungsfähigkeit, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
In der Weckzentrale
Die Weckzentrale erkennt nicht, ob du gerade im REM-Schlaf oder im Tiefschlaf bist, und misst keinen Schlaf. Sie klingelt zur eingestellten Zeit. Wie sanft das Klingeln beginnt, legst du selbst fest: „Sanft lauter werden“ lässt den Ton über 15 Sekunden bis 2 Minuten ansteigen, und neben Tönen wie „Vogelzwitschern“ oder „Sanft ansteigend“ kannst du eigene Dateien verwenden. Einen Überblick gibt die Seite Wecktöne.