Kurz-Fakten

  • Uhr-App von Google: 10 Minuten, in den Einstellungen änderbar
  • iPhone: 9 Minuten laut Handbuch zu iOS 17 und 18, seit iOS 26 mit wählbarer Dauer
  • Auswertung von mehr als 3 Millionen Nächten (2025): 55,6 Prozent endeten mit Schlummern
  • In diesen Nächten wurde im Schnitt 2,4-mal und insgesamt 10,8 Minuten geschlummert
  • Laborstudie (2024): 30 Minuten Schlummern kosteten etwa 6 Minuten Schlaf

Einordnung

Was Studien über das Schlummern zeigen

Obwohl viele Menschen morgens schlummern, ist das Verhalten wenig erforscht. Eine Studie im Journal of Sleep Research (Sundelin und Kollegen, 2024) verglich im Schlaflabor bei 31 Menschen, die gewohnheitsmäßig schlummern, 30 Minuten Schlummern mit sofortigem Aufstehen. Das Schlummern kostete etwa 6 Minuten Schlaf; aus dem Tiefschlaf geweckt wurde dabei niemand. In Denkaufgaben direkt nach dem Aufstehen schnitten die Teilnehmenden gleich gut oder besser ab. Auf Müdigkeit am Morgen, Stimmung und den morgendlichen Anstieg des Stresshormons Cortisol fand die Studie keine klaren Auswirkungen.

Wie verbreitet Schlummern ist, zeigt eine Auswertung in Scientific Reports (Robbins und Kollegen, 2025): Von mehr als 3 Millionen Nächten, die 21.222 Menschen mit einer Schlaf-App aufgezeichnet hatten, endeten 55,6 Prozent mit Schlummern. In diesen Nächten tippten sie im Schnitt 2,4-mal auf Schlummern und verbrachten zusammen 10,8 Minuten damit.

Wer besonders oft schlummert

Im ersten Teil der Studie von 2024 wurden 1.732 Menschen befragt. Schlummern war vor allem bei Jüngeren und bei späten Chronotypen verbreitet, und wer schlummerte, war morgens häufiger benommen und schlief kürzer. Das Forschungsteam folgert, dass eine kurze Schlummerphase späten Chronotypen und Menschen mit morgendlicher Benommenheit helfen kann, die Schlaftrunkenheit zu überwinden, ohne den Schlaf wesentlich zu stören. Bist du trotz ausreichend Schlaf dauerhaft müde, lass das ärztlich abklären.

In der Weckzentrale

In der Weckzentrale legst du für jeden Wecker fest, ob und wie lange er schlummern darf. Der Klingel-Bildschirm zeigt, wie oft es noch geht, etwa „Schlummern · 10 Min · noch 3ד.

  • Schlummern erlauben: Schalter für jeden Wecker einzeln
  • Dauer: 1, 3, 5, 9, 10, 15, 20 oder 30 Minuten
  • Wie oft: 1-, 2-, 3-, 5- oder 10-mal oder „Unbegrenzt“; neue Wecker starten mit 10 Minuten und dreimal
  • Power-Taste beim Klingeln: Auf Wunsch schlummert der Wecker, wenn du das Display ausschaltest
  • Gemeinsame Wecker: Schlummert ein Mitglied, gilt das für alle

Soll das endgültige Ausschalten schwerer fallen, verlangt die Rechenaufgabe vor dem Stopp eine Lösung; Schlummern bleibt ohne Aufgabe möglich. Anregungen gegen das Dauerschlummern sammelt der Ratgeber Snoozen abgewöhnen.

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