Kurz-Fakten

  • National Sleep Foundation (2015): 7 bis 9 Stunden für 18- bis 64-Jährige, 7 bis 8 Stunden ab 65
  • Schulkinder von 6 bis 13 Jahren: 9 bis 11 Stunden, Jugendliche von 14 bis 17 Jahren: 8 bis 10 Stunden
  • Erwachsene in Deutschland schlafen im Schnitt etwa 7 Stunden (gesund.bund.de)
  • Faustregel für Kinder: Zubettgehzeit gleich Aufstehzeit minus Schlafbedarf (kindergesundheit-info.de)

Einordnung

Empfehlungen nach Alter

Die US-amerikanische National Sleep Foundation hat 2015 von einem Fachgremium Empfehlungen für jede Altersgruppe erarbeiten lassen. Die Amerikanische Akademie für Schlafmedizin (AASM) hat 2016 eigene Werte für Kinder veröffentlicht; sie beziehen sich auf 24 Stunden, bei kleinen Kindern einschließlich Mittagsschlaf.

Empfohlene Schlafdauer in Stunden
AlterNational Sleep FoundationAASM
1 bis 2 Jahre11–1411–14
3 bis 5 Jahre10–1310–13
Schulkinder9–11 (6–13 Jahre)9–12 (6–12 Jahre)
Jugendliche8–10 (14–17 Jahre)8–10 (13–18 Jahre)
Erwachsene von 18 bis 64 Jahren7–9–
Ab 65 Jahren7–8–

Die Foundation betont selbst, dass der Bedarf von Mensch zu Mensch verschieden ist. Die Spannen sind deshalb Orientierungswerte, keine Vorschrift.

Empfehlung und Durchschnitt sind nicht dasselbe

Deutsche Gesundheitsportale nennen oft andere Zahlen, weil sie etwas anderes beschreiben. gesund.bund.de gibt Durchschnittswerte an, wie lange Menschen tatsächlich schlafen: Kinder ab sechs Jahren ungefähr neun Stunden, Jugendliche rund acht, Erwachsene etwa sieben und Menschen über 80 etwa sechs Stunden. Das Portal kindergesundheit-info.de spricht dagegen vom Bedarf und schreibt, Schulkinder bräuchten etwa elf Stunden. Wer Zahlen vergleicht, sollte also darauf achten, ob es um Empfehlungen, um Durchschnittswerte oder um den Bedarf geht.

Rechnen mit dem Schlafbedarf

Für Kinder gibt kindergesundheit-info.de eine einfache Regel: Die richtige Zubettgehzeit ergibt sich aus der Aufstehzeit minus dem persönlichen Schlafbedarf. Wer um 7 Uhr aufsteht und etwa zehn Stunden Schlaf braucht, sollte spätestens um 21 Uhr im Bett liegen. Dazu kommt die Zeit zum Einschlafen, die Einschlaflatenz. Der Schlafrechner rechnet das für verschiedene Altersgruppen durch.

Wenn trotz genug Schlaf die Müdigkeit bleibt

Wer eigentlich genug schläft, sich tagsüber aber trotzdem sehr schläfrig und erschöpft fühlt, sollte das laut gesund.bund.de ärztlich abklären lassen – dahinter kann zum Beispiel eine Schlafapnoe stecken.

Verwandte Begriffe