Kurz-Fakten
- Native Apps nutzen die Schnittstellen des Betriebssystems direkt
- Seit iOS 26 gibt es AlarmKit: Wecker von App-Store-Apps dürfen Stummmodus und Fokus durchbrechen
- Android 14 verweigert neu installierten Apps exakte Alarme standardmäßig, Wecker- und Kalender-Apps dürfen sie weiter nutzen
- Web-Apps können bei geschlossener App nur über Push-Nachrichten eines Servers melden
- Apple verlangt laut Richtlinie 4.2, dass eine App mehr bietet als eine verpackte Website
Einordnung
Native App und Web-App
Das Mozilla Developer Network beschreibt eine native Anwendung als ein Programm, das für die jeweilige Hardware- und Softwareumgebung kompiliert wurde – etwa eine Android-App, die mit den Werkzeugen von Android entwickelt wurde. Eine Web-App, die im Browser läuft, ist dagegen nicht nativ: Sie wird im Browser ausgeführt, der auf der nativen Umgebung aufsetzt. Eine installierbare Progressive Web-App schließt einen Teil dieser Lücke, bleibt technisch aber eine Web-App.
Warum der Unterschied bei Weckern zählt
Wecker gehören zu den Aufgaben, bei denen native Apps im Vorteil sind:
- iPhone: Mit AlarmKit, verfügbar ab iOS 26, dürfen Apps aus dem App Store Wecker stellen, die laut Apple den Stummmodus und den aktuellen Fokus durchbrechen – nach einer Erlaubnis durch die Nutzerin oder den Nutzer.
- Android: Wecker, die über die dafür vorgesehene Systemfunktion gestellt sind, klingeln auch im Energiesparzustand pünktlich. Seit Android 14 erhalten neu installierte Apps die Berechtigung für exakte Alarme standardmäßig nicht mehr; Wecker-, Timer- und Kalender-Apps dürfen eine eigene Berechtigung nutzen, die Google Play nur diesen Apps erlaubt.
- Web-Apps: Browser bieten Web-Apps derzeit keine Möglichkeit, selbst einen Wecker für die geschlossene Seite zu planen; Chrome hat einen Versuch dafür, die „Notification Triggers“, nicht veröffentlicht. Bei geschlossener App bleibt eine Push-Nachricht von einem Server.
Wo Web-Apps punkten
Eine Web-App braucht keinen Store und läuft mit demselben Code auf Handy, Tablet und PC. Neue Versionen kommen beim nächsten Öffnen an, ohne Umweg über eine Store-Freigabe. Wer eine Web-App trotzdem in einen Store bringen will, stößt an Regeln: Apple verlangt laut Richtlinie 4.2 seiner App-Store-Regeln, dass eine App mehr bietet als eine verpackte Website. Für Google Play gibt es mit Trusted Web Activities einen offiziellen Weg, eine Web-App zu verpacken.
In der Weckzentrale
Die Weckzentrale ist eine Web-App und nennt ihre Grenzen offen. Welche Variante zu wem passt, vergleicht der Ratgeber Web-App oder App-Store-App; wie verlässlich sie klingelt, steht unter „Wie zuverlässig klingelt es?“. Für Android entsteht zusätzlich eine eigene App: Sie zeigt die gewohnte Oberfläche, stellt Wecker aber über die Systemfunktion für Wecker – mehr in der Ankündigung der Android-App.